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12 Mai 2020

Extreme Impfgegner



Könnten Menschen aus längst vergangenen Jahrhunderten zu uns eine Zeitreise unternehmen und würden dann feststellen, dass sich bei uns große Teile der Bevölkerung vehement gegen jegliche Impfung wehren, würden sie mit Sicherheit nur Kopfschütteln für unsere Generation übrig haben, weil sie jede noch so kleine Chance ergriffen hätten, nicht an Kinderlähmung, Pocken, Hepatitis, Tetanus usw. zu sterben.

Impfgegnern ist meist gar nicht bewusst, dass sie ihren Schutz vor Ansteckung nur deswegen haben, weil sich die Mehrheit bei uns impfen lässt. Würden wir uns alle dagegen wehren, würden sich viele lebensbedrohliche Krankheiten wieder rasant ausbreiten. 
Im Jahr 2010 zum Beispiel kam es in Tadschikiskan bei 600 Personen zu einem Ausbruch von Kinderlähmung, woran 14 Menschen starben. Auch gab es in den Neuzigern durch sinkende Impfmoral in Russland Diphteriewellen bei denen sich 150000 Menschen infizierten und über 6000 starben.

In unserem Land, mit hoher Impfrate, kann man leicht ignorant und unsolidarisch hinaustönen, Impfen sei unnötig, wenn man von seinem Umfeld, eben durch die hohe Imfpquote, in Sicherheit gewogen wird.